Selbstabholerregeln
Es gibt Ware, die man nicht in jedes Land schicken kann, will oder darf. Eine Werkbank mit 120 Kilogramm, ein Gefahrstoffschrank, eine mannshohe Glasvitrine, ein Lithiumspeicher: Für solche Artikel ist der Paketversand entweder unwirtschaftlich, rechtlich heikel oder schlicht unmöglich. In Ihrem Shop stehen sie trotzdem, denn vor Ort verkaufen Sie sie gut – und genau dort beginnt das Problem. Der Shop bietet jedem Besucher den Versand an, und Sie merken erst an der eingegangenen Bestellung, dass da jemand aus Portugal eine Vitrine bestellt hat, die Sie unmöglich heil dorthin bekommen. Dann beginnt das, was niemand mag: anrufen, erklären, stornieren, Geld zurückbuchen.
Die Lösung ist eine Zeile am Artikel
Das Modul gibt jedem Artikel ein eigenes Feld, in dem Sie hinterlegen, in welchen Ländern dieser Artikel nur zur Selbstabholung zu haben ist. Liegt so ein Artikel im Warenkorb und fällt die Lieferanschrift Ihres Kunden unter die Beschränkung, verschwinden im Bestellvorgang sämtliche Versandarten. Übrig bleibt die Abholung. Ihr Kunde kann bestellen, aber eben nur so, wie es für Sie darstellbar ist. Die falsche Bestellung entsteht gar nicht erst.
Ländercodes oder Schlüsselwörter – Sie entscheiden
Im einfachsten Fall tragen Sie die Ländercodes ein, um die es geht, etwa „DE,AT,CH“. Oft folgt die Beschränkung aber einer Logik, die sich nur mühsam in eine Liste übersetzen lässt. Dafür kennt das Modul sechs Schlüsselwörter: „EU“ für alle EU-Länder, „EUNODE“ für die EU ohne Deutschland, „NONEU“ für alles außerhalb der EU, „ALL“ für grundsätzlich jedes Land. Zwei weitere beziehen sich auf das Sitzland Ihres Shops statt auf ein fest verdrahtetes Deutschland: „NOMYISO“ heißt „überall außer bei mir zu Hause“, „EUNOMYISO“ dasselbe innerhalb der EU. Ziehen Sie mit Ihrem Shop ins Ausland um, ziehen diese Regeln einfach mit.
Auch für große Sortimente gedacht
Wenn eine ganze Kategorie betroffen ist, pflegen Sie nicht Artikel für Artikel. In der Kategoriebearbeitung setzen oder entfernen Sie die Beschränkung in einem Schritt für alle Artikel der Kategorie – auf Wunsch rekursiv durch alle Unterkategorien hindurch. Und wer lieber in der Tabellenkalkulation arbeitet, nimmt die zusätzliche Spalte, die das Modul in den Artikel-Im- und -Export einhängt: exportieren, offline befüllen, importieren. Tausend Artikel sind damit genauso schnell versorgt wie zehn.
Geoblocking, aber richtig herum
Die Geoblocking-Verordnung verbietet Ihnen, ausländische Kunden auszusperren. Sie verpflichtet Sie aber ausdrücklich nicht dazu, überallhin zu liefern. Genau diese Unterscheidung bildet das Modul ab: Ihr ausländischer Kunde darf kaufen, er bekommt nur keinen Versand angeboten, sondern die Abholung. Das ist der Weg, den die Verordnung ausdrücklich offenlässt – und der einzige, der Sie vor Transportschäden, Gefahrgutauflagen und Frachtkosten schützt, die den Warenwert übersteigen.
Unauffällig im Alltag
Das Modul bringt keine eigene Oberfläche mit, die Sie zusätzlich bedienen müssten. Es fügt genau dort ein Feld hinzu, wo Sie ohnehin arbeiten: in der Artikelbearbeitung, in der Kategoriebearbeitung, im CSV-Profil. Ein leeres Feld bedeutet „keine Beschränkung“, Ihr bestehendes Sortiment verhält sich also unverändert. Und ein einziger Schalter im Setup schaltet die gesamte Funktion ein oder aus, ohne dass hinterlegte Regeln verloren gehen – praktisch, wenn Sie etwas ausprobieren oder eingrenzen möchten.
Für wen sich das lohnt
Für jeden Shop mit sperriger, schwerer, bruchempfindlicher oder gefährlicher Ware neben dem normalen Sortiment: Werkstatt- und Betriebseinrichtung, Möbel und Ladenbau, Maschinen, Gartengeräte, Aquarien und Terrarien, Glas und Keramik, Farben und Chemikalien, Akkus und Speichersysteme, Pflanzen, Getränke in Mehrweggebinden. Überall dort, wo ein Teil des Sortiments eben nicht in den Karton passt.
Sie wissen am besten, was Sie versenden können und was nicht. Sagen Sie es Ihrem Shop – einmal am Artikel, und er hält sich daran.
Häufige Fragen
Wirkt die Beschränkung nur auf den beschränkten Artikel?
Nein, auf den gesamten Warenkorb. Ein Warenkorb ist in Gambio eine Sendung; eine Teilung nach Versandfähigkeit gibt es nicht. Ein beschränkter Artikel genügt also, um den ganzen Einkauf auf Abholung umzustellen.
Was zählt – Rechnungs- oder Lieferanschrift?
Die Lieferanschrift. Wechselt Ihr Kunde im Bestellvorgang in ein Land ohne Beschränkung, stehen die Versandarten sofort wieder zur Verfügung.
Brauche ich eine Versandart „Selbstabholung“?
Ja. Das Modul nimmt Versandarten weg, es fügt keine hinzu. Richten Sie die Abholung in Ihrem Shop ein und schalten Sie sie aktiv, sonst bleibt Ihrem Kunden gar keine Auswahl.
Kann ich Schlüsselwörter mit Ländercodes kombinieren?
Nein, Sie tragen entweder ein Schlüsselwort oder eine Länderliste ein. Brauchen Sie eine Kombination, schreiben Sie die Länder einzeln aus.
Gehen meine Regeln verloren, wenn ich das Modul abschalte?
Nein. Die Angaben bleiben am Artikel stehen und werden lediglich nicht mehr ausgewertet. Nach dem Wiedereinschalten wirken sie sofort weiter.
Lässt sich das per CSV pflegen?
Ja. Das Modul hängt eine eigene Spalte in den Artikel-Im- und -Export ein, die Sie wie jede andere Spalte in Ihr Profil aufnehmen.
Sieht mein Kunde, warum nur die Abholung angeboten wird?
Im Bestellvorgang selbst nicht. Nehmen Sie den Hinweis darum in die Artikelbeschreibung auf, am besten gleich mit Ihren Abholbedingungen.
Testen Sie selbst:
Die Module sind verfügbar zur Selbstinstallation oder als Auftragsinstallation.
Wichtiger Hinweis!
Das Modul benötigt die Servererweiterung
sowie die Installation unserer Modulumgebung. Ohne diese Komponenten ist das Modul NICHT lauffähig! Prüfen Sie vor der Buchung, ob Ihr Shop-Server über die Erweiterung IonCube verfügt oder bitten Sie Ihren Hoster, die Unterstützung für IonCube zu aktivieren. Hinweise finden Sie HIER. Die benötigte Modul-Umgebung können Sie direkt bei uns herunterladen.