Versand nach Entfernung
Wer selbst ausliefert, rechnet anders als ein Paketversender. Ob eine Palette Pellets 12 oder 120 Kilometer weit gefahren wird, entscheidet über Ihre Marge – das Gewicht der Ware ändert sich dabei überhaupt nicht. Trotzdem rechnen die Versandmodule eines Shops üblicherweise nach Gewicht oder Warenwert. Die Folge kennt jeder Fuhrpark: In der Nachbarschaft verschenken Sie Geld, und bei der weiten Tour legen Sie drauf. Dieses Modul bringt die Größe ins Spiel, auf die es wirklich ankommt: die tatsächlich zu fahrende Strecke.
Die echte Fahrstrecke, nicht die Luftlinie
Sobald die Lieferadresse Ihres Kunden bekannt ist, ermittelt der Shop die Entfernung zwischen Ihrem Standort und dieser Adresse als reale Route über die Straße – nicht als Luftlinie, die bei Flusslagen, Gebirge oder Autobahnanbindung schnell um ein Drittel danebenliegt. Als Kartendienst arbeitet das Modul mit HeiGIT, dem Heidelberger Institut für Geoinformationstechnologie, das seine Daten aus OpenStreetMap bezieht. Für die üblichen Mengen eines Shops ist dieser Dienst kostenfrei; Sie legen sich lediglich ein eigenes Konto an und hinterlegen den Zugangsschlüssel im Setup. Eine Kreditkarte wie bei den großen kommerziellen Kartendiensten brauchen Sie dafür nicht.
Ihr Preis, Ihre Regel
Wie aus Kilometern Geld wird, bestimmen Sie. Die erste Möglichkeit ist die klassische Staffel: bis 20 Kilometer ein Betrag, bis 50 Kilometer der nächste, bis 100 Kilometer der dritte – und darüber hinaus wird die Versandart bewusst nicht mehr angeboten, mit einem Hinweistext, den Sie selbst formulieren. Die zweite Möglichkeit ist die kilometergenaue Abrechnung: Sie geben einen Bereich und einen Preis je Kilometer an, und der Shop rechnet exakt ab. Beide Varianten lassen sich mit einer Bearbeitungsgebühr kombinieren, und wenn Sie mehrere Fuhren fahren müssen, vervielfacht das Modul auf Wunsch nach der Anzahl der Pakete, die Ihr Shop aus Gewicht und Kapazitätsgrenze errechnet.
Bis zu fünf Zonen stehen bereit, jede mit eigener Länderliste und eigener Preisregel. So bekommt das Inland seine Staffel, das benachbarte Ausland seinen höheren Kilometerpreis, und Länder, in die Sie gar nicht fahren, bleiben einfach außen vor.
Deutschland, Österreich, Schweiz – und darüber hinaus
Ob Ihr Betrieb in Deutschland, in Österreich oder in der Schweiz sitzt, ist für das Modul einerlei: Gerechnet wird ab Ihrer Shopadresse, und die darf in jedem europäischen Land liegen. Auch über die Grenze rechnet der Kartendienst ganz normal weiter – von Zug nach Salzburg, von Wuppertal nach Wien. Für jede Zone hinterlegen Sie eigene Länder und eigene Preise, so dass das Inland, der Nachbar und die weite Tour sauber getrennt bleiben. Postleitzahlen aus ganz Europa werden erkannt, auch die mit Buchstaben oder Bindestrich, und Ortsnamen findet das Modul in jeder gebräuchlichen Schreibweise – ob Ihr Kunde „München“, „Munchen“ oder „Muenchen“ tippt, kommt dieselbe Entfernung heraus.
Ausgangspunkt ist, wo Ihre Ware steht
Gerechnet wird ab Ihrer Shopadresse – oder ab einer abweichenden Adresse Ihrer Wahl. Das ist wichtiger, als es klingt: Sitzt Ihr Büro in der Innenstadt und das Lager im Gewerbegebiet zwanzig Kilometer weiter, dann fährt Ihr Fahrer ab dem Lager, und genau diese Adresse hinterlegen Sie im Setup. Ändert sich der Standort, ändern Sie eine Zeile, und ab dem nächsten Warenkorb rechnet der Shop mit der neuen Anschrift.
Ein Preis, bevor der Kunde seine Adresse nennt
Ein Versandmodul, das erst nach der Anmeldung eine Zahl zeigt, verliert Kunden im Warenkorb. Deshalb kann das Modul mit einer Beispieladresse arbeiten: Sie hinterlegen eine typische Zieladresse aus Ihrem Liefergebiet, und Ihr Besucher sieht bereits im Warenkorb einen Richtwert, sauber gekennzeichnet mit einem „z. B.“ und der verwendeten Adresse. Wer das nicht möchte, lässt das Feld leer – dann bleibt die Anzeige aus, bis die echte Lieferadresse feststeht. Im Bestellablauf steht später neben dem Preis auch die zugrunde gelegte Strecke, damit die Zahl für Kunde und Support nachvollziehbar bleibt.
Der Preis steht schon auf der Artikelseite
Die wichtigste Frage Ihres Besuchers lautet nicht „was kostet die Ware“, sondern „was kostet das bei mir vor der Haustür“. Genau darauf antwortet das Modul auf Wunsch schon auf der Artikelseite: Ein kleines Feld nimmt Postleitzahl und Ort entgegen und nennt sofort Entfernung und Versandkosten – ohne Anmeldung, ohne Warenkorb, ohne den Umweg über die Kasse. Wer außerhalb Ihres Liefergebiets wohnt, erfährt das an dieser Stelle im Klartext, mit Ihrer Obergrenze und seiner tatsächlichen Entfernung, statt später an der Kasse vor einer verschwundenen Versandart zu stehen. Dieselbe Auskunft gibt der Shop im Bestellablauf, und wer mag, verlinkt den Kasten mit vorbelegter Postleitzahl direkt aus einem Newsletter.
Versandkostenfrei, wo es sich lohnt
Viele Betriebe fahren die Nachbarschaft ab einem bestimmten Auftragswert kostenlos an, die weite Tour aber nicht. Das Modul kennt diese Rechnung: Sie hinterlegen je Zone, ab welchem Warenwert innerhalb welcher Entfernung nichts mehr berechnet wird – etwa versandkostenfrei ab 500 Euro im Umkreis von 30 Kilometern und ab 900 Euro bis 60 Kilometer. Ihr Kunde sieht den Hinweis direkt an der Versandart, und Sie verschenken keine Fahrt, die sich nicht trägt.
Prüfen, bevor der Kunde anruft
Im Adminbereich gehört zum Modul eine eigene Seite. Dort rechnen Sie jede beliebige Lieferadresse durch, ohne eine Bestellung anzulegen, und sehen Strecke, zuständige Zone und den Preis, den Ihr Kunde sehen würde – die schnellste Antwort auf jede Rückfrage aus dem Telefon. Dieselbe Seite zeigt, was im Zwischenspeicher liegt, räumt ihn auf Knopfdruck auf und listet die letzten Störungen. Bleibt der Kartendienst aus, weil ein Zugangsschlüssel abgelaufen oder ein Kontingent erschöpft ist, schickt Ihnen das Modul eine E-Mail, statt die Versandart still verschwinden zu lassen.
Kilometer, die in der Bestellung bleiben
Auf Wunsch hält das Modul die ermittelte Entfernung zu jeder Bestellung fest und blendet sie in der Bestellübersicht als eigene Spalte ein. Beim Zusammenstellen einer Tour sehen Sie damit auf einen Blick, welche Lieferungen in dieselbe Richtung gehen, und nach der Fahrt lässt sich nachrechnen, ob die berechneten Versandkosten zu den gefahrenen Kilometern gepasst haben.
Schnell, weil es sich merkt, was es weiß
Jede Abfrage beim Kartendienst kostet Zeit, und der Shop fragt dieselbe Strecke während eines Bestellvorgangs mehrfach ab. Deshalb merkt sich das Modul die Koordinaten jeder Adresse und die Strecke zwischen zwei Adressen. Ein zweiter Kunde aus demselben Ort bekommt seinen Preis ohne jede Wartezeit, und Ihr Kontingent beim Kartendienst bleibt geschont. Wie lange diese Daten gelten, stellen Sie in Tagen selbst ein; abgelaufene Einträge räumt das Modul selbsttätig ab.
Für wen sich das lohnt
Gedacht ist das Modul für jeden Shop mit eigener Auslieferung oder fester Spedition: Pellets, Briketts und Brennholz, Baustoffe, Erden und Gartenbedarf, Möbel und Küchen, Getränke, Futtermittel, Landmaschinen und Ersatzteile, gekühlte Lebensmittel, Umzugs- und Transportdienste. Überall dort, wo die Anfahrt der größte Posten der Versandkosten ist, bildet ein entfernungsabhängiger Preis Ihre Kosten schlicht besser ab als jede Gewichtstabelle.
Ihre Kunden verstehen das sofort: Wer weit weg wohnt, zahlt mehr für die Fahrt. Und Sie fahren keine Tour mehr, die sich nicht rechnet.
Häufige Fragen
Wird die Luftlinie oder die Fahrstrecke berechnet?
Die Fahrstrecke für PKW und Transporter. Nur falls der Kartendienst ausnahmsweise keine Route liefert, wird ersatzweise mit einem Zuschlag auf die Luftlinie gerechnet, damit die Versandart nicht ganz ausfällt.
Was kostet der Kartendienst?
Für die üblichen Mengen eines Shops nichts. Sie legen ein Konto bei HeiGIT an, erzeugen dort einen Zugangsschlüssel und tragen ihn im Setup ein.
Kann ich ab einer bestimmten Entfernung die Lieferung ausschließen?
Ja, das ist der Normalfall: Endet Ihre Preistabelle bei 120 Kilometern, wird die Versandart darüber hinaus nicht mehr angeboten. Der Hinweistext dazu – etwa der Verweis auf Selbstabholung – lässt sich frei formulieren.
Funktioniert das auch für einen Shop in Österreich oder der Schweiz?
Ja. Ausgangspunkt ist immer Ihre eigene Anschrift; das Land spielt keine Rolle, und Strecken über die Grenze berechnet der Kartendienst genauso.
Rechnet das Modul ab meinem Lager statt ab der Shopadresse?
Ja. Tragen Sie die abweichende Adresse als Spezialadresse ein, dann ist sie der Ausgangspunkt jeder Berechnung.
Kann ich Versandkostenfreiheit ab einem Warenwert einstellen?
Ja, und zwar gestaffelt nach Entfernung: je Zone hinterlegen Sie, ab welchem Warenwert innerhalb welcher Kilometergrenze nichts mehr berechnet wird.
Sehen meine Besucher den Versandpreis schon vor dem Warenkorb?
Wenn Sie möchten, ja. Auf der Artikelseite genügen Postleitzahl und Ort für eine sofortige Auskunft über Entfernung und Versandkosten.
Kann ich das mit anderen Versandarten kombinieren?
Ja. Die Versandart steht gleichberechtigt neben Paketdienst, Selbstabholung und Pauschalversand; über die Reihenfolge der Anzeige bestimmen Sie, was Ihr Kunde zuerst sieht.
Welche Daten werden an den Kartendienst übertragen?
Ausschließlich die Lieferanschrift und Ihre eigene Anschrift – keine Namen, keine Bestelldaten, keine Kundenkonten. Einen passenden Hinweis für Ihre Datenschutzerklärung finden Sie im Handbuch.
Lässt sich der Name der Versandart ändern?
Ja, sämtliche Texte passen Sie über die Shopfunktion „Texte ändern“ an, in Deutsch und in Englisch.