„Abweichende Mindestmengen“
Gambio kennt je Artikel genau eine Mindestbestellmenge und genau eine Mengenstaffelung. Die gilt dann für alle: für den Endkunden, der ein Stück möchte, ebenso wie für den Händler, der ohnehin nur den vollen Karton abnimmt. In der Praxis führt das zu Umwegen, die jeder Shopbetreiber kennt. Entweder legt man denselben Artikel ein zweites Mal an, diesmal als Gebindeartikel, und pflegt von da an alles doppelt - Preise, Bestände, Bilder, Texte, SEO. Oder man verzichtet auf die Mengenvorgabe und nimmt in Kauf, dass ein Großhandelskunde drei Stück bestellt, wo der Versand erst ab fünfzig rechnet.
Unser Modul räumt dieses Problem an der Wurzel aus. Es hängt an jeden Artikel beliebig viele zusätzliche Mengenvorgaben - eine je Kundengruppe. Der Endkunde kauft weiterhin ein Stück, Ihr Fachhändler nimmt mindestens zehn und danach in Fünferschritten, Ihr Großabnehmer startet bei hundert. Alles am selben Artikel, in einem Katalogeintrag, ohne Dublette und ohne doppelte Pflege.
Ihr Kunde sieht sofort, was für ihn gilt
Sobald sich ein Kunde anmeldet, richtet sich Ihr Shop nach den Vorgaben seiner Gruppe. Auf der Artikelseite steht die Mindestbestellmenge, die für ihn gilt. Das Mengenfeld ist bereits darauf vorbelegt, und die Plus- und Minus-Schalter zählen in der für ihn richtigen Schrittweite. Ihr Kunde muss also nicht raten und bekommt keine Fehlermeldung, weil er eine Zahl eingetippt hat, die es in Ihrem Gebindeschema gar nicht gibt. Erst wer eine Menge von Hand erzwingt, bekommt einen freundlichen Hinweis - und der nennt die zulässige Menge gleich mit.
Auch der Weg zur Kasse ist abgesichert. Eine unpassende Menge kommt nicht in die Bestellung, gleich ob sie aus einem alten Warenkorb, aus einem Merkzettel oder aus einer Sitzung von gestern stammt. Und es gibt einen Fall, an den erfahrungsgemäß niemand denkt: Ein Besucher legt als Gast Ware in den Warenkorb und meldet sich erst danach an. Bislang saß er dann in einem Warenkorb fest, den er als Händler gar nicht bestellen durfte. Unser Modul hebt zu kleine Mengen beim Anmelden automatisch auf die für ihn gültige Mindestmenge an - der Kunde merkt vom Problem nichts und kauft weiter.
Pflege, die auch bei großen Sortimenten trägt
Einzelne Artikel pflegen Sie direkt in der Artikelbearbeitung: für jede eingerichtete Kundengruppe zwei Felder, Mindestbestellmenge und Staffelung. Was Sie leer lassen, fällt automatisch auf die allgemeine Angabe des Artikels zurück - Sie pflegen also nur die Ausnahmen, nicht das ganze Sortiment.
Für größere Umstellungen gibt es zwei weitere Wege. Über die Kategoriebearbeitung setzen Sie dieselben Mengen in einem Zug für alle Artikel einer Kategorie, auf Wunsch samt aller Unterkategorien, und ebenso schnell entfernen Sie sie wieder. Und wer mit Tabellen arbeitet, bekommt die neuen Mengen im Artikel-Import und -Export mitgeliefert: je Kundengruppe eine Spalte, dazu auf Wunsch die Kategoriezuordnung des Artikels. So stellen Sie auch zehntausend Artikel in einem Nachmittag um.
Für wen sich das lohnt
Für jeden Shop, der mehr als eine Sorte Kunde bedient. Für den Hersteller, der ab Werk nur in Kartons liefert, im Werksverkauf aber auch Einzelstücke abgibt. Für den Großhändler mit angeschlossenem Endkundenshop. Für den Fachhandel mit Wiederverkäufergruppe. Und für jeden, der seine Versandkosten im Griff behalten will, ohne den Katalog mit Gebinde-Dubletten aufzublähen.
Das Modul fügt sich still in Ihren gewohnten Arbeitsablauf ein. Es bringt keine eigene Oberfläche mit, die Sie zusätzlich bedienen müssten, sondern erweitert genau die Stellen, an denen Sie ohnehin arbeiten: die Artikelbearbeitung, die Kategoriebearbeitung und den CSV-Austausch. Schalten Sie es aus, verhält sich Ihr Shop wieder wie zuvor, und alle gepflegten Werte bleiben für später erhalten.
Häufige Fragen
Wie viele Kundengruppen kann ich damit versorgen?
Bis zu zehn Gruppen sind vorbereitet. Welche das sind, legen Sie selbst im Setup fest.
Gilt das auch für nicht angemeldete Besucher?
Nein, und das ist Absicht. Ein Gast ist keiner Kundengruppe zuzuordnen; er sieht die allgemeine Mindestbestellmenge des Artikels.
Muss ich jeden Artikel für jede Gruppe pflegen?
Nein. Was Sie nicht ausfüllen, fällt auf die allgemeine Angabe des Artikels zurück. Sie pflegen nur die Abweichungen.
Was passiert mit den Werten, wenn ich das Modul abschalte?
Sie bleiben erhalten. Ihr Shop rechnet dann wieder mit den allgemeinen Artikelangaben und nutzt die gruppenbezogenen Werte sofort wieder, sobald Sie das Modul erneut einschalten.
Kann ich die Mengen auch per Tabelle pflegen?
Ja. Der Artikel-Import und -Export Ihres Shops wird um eine Spalte je Kundengruppe erweitert, dazu auf Wunsch um die Kategoriezuordnung.
Lassen sich die Texte an meine Ansprache anpassen?
Ja. Wie bei allen unseren Modulen passen Sie die Texte über die Shopfunktion „Texte ändern“ an, ohne eine Datei anzufassen.
Mein Kunde sieht gar kein Mengenfeld - woran liegt das?
Neuere Themes blenden das Mengenfeld auf der Artikelseite ab Werk aus. Im StyleEdit lässt es sich mit einem Haken wieder einblenden; das Handbuch beschreibt den Weg Schritt für Schritt.
Testen Sie selbst: