PayPal-Gebühren
Eine PayPal-Zahlung aus Deutschland kostet Sie wenig. Eine PayPal-Zahlung aus Kanada, Japan oder der Schweiz kostet Sie ein Vielfaches davon – bei Auslandszahlungen liegt der Satz schnell beim Drei- bis Vierfachen des Inlandssatzes, und bei einem Warenkorb von 400 Euro sind das rasch zwanzig Euro und mehr, die Ihnen niemand erstattet. Bei einer Handvoll Auslandsbestellungen im Monat fällt das kaum auf. Wenn das Auslandsgeschäft wächst, frisst es eine ganze Marge auf, und zwar genau dort, wo ohnehin schon Versand und Zoll drücken.
Die Gebühr dorthin geben, wo sie entsteht
Das Modul gibt die PayPal-Gebühr an den Kunden weiter – aber nicht pauschal über alle Kunden hinweg, sondern genau dort, wo sie tatsächlich anfällt. Wählt jemand im Bestellablauf PayPal als Zahlungsweise, erscheint in der Bestellübersicht eine zusätzliche Summenzeile mit dem Zuschlag, und der Gesamtbetrag erhöht sich entsprechend. Bei jeder anderen Zahlungsweise passiert nichts. Ihr Kunde aus Deutschland, der per Rechnung zahlt, merkt von dem Modul überhaupt nichts.
Zehn Staffeln, nach Land und Bestellwert
Das Herzstück sind zehn frei belegbare Gebührenstaffeln. Jede beschreibt in einer Zeile, für welche Länder und welchen Bestellwertbereich welcher Prozentsatz und welche Grundgebühr gelten. So bilden Sie die Preisliste Ihres Zahlungsdienstleisters genau nach: Deutschland und Österreich zum Inlandssatz, die Schweiz und Großbritannien zum höheren Auslandssatz, Nordamerika und Asien noch einmal darüber. Länder fassen Sie dabei einfach zu Gruppen zusammen, und der Bestellwertbereich erlaubt Ihnen, ab einer bestimmten Größenordnung günstigere Sätze zu gewähren – etwa um Großbestellungen aus dem Ausland nicht zu bestrafen.
Greift für eine Bestellung keine Ihrer Staffeln, springt eine Standard-Gebühr ein, die Sie ebenfalls selbst festlegen. Wer im Ausland grundsätzlich nichts berechnen möchte, setzt sie auf null und legt nur für die Länder Staffeln an, die einen Zuschlag tragen sollen. Umgekehrt genügt eine einzige Zeile, wenn Sie es ganz einfach halten wollen.
Eingabe, die mitdenkt
Eine Gebührenstaffel ist eine kompakte Zeile aus fünf Angaben, und genau dort entstehen erfahrungsgemäß die Fehler: ein dreistelliger Ländercode, ein vergessenes Semikolon, ein Bis-Betrag unterhalb des Von-Betrags. Deshalb liest eine Eingabehilfe beim Tippen mit. Sie zeigt an, in welchem Abschnitt Sie sich gerade befinden und was dort erwartet wird, prüft jede Angabe sofort und fängt den Speichervorgang ab, wenn etwas nicht stimmt. Eine unbrauchbare Regel gerät so gar nicht erst in den Shop. Dezimalpunkt und Dezimalkomma werden beide verstanden, Leerzeichen stören nicht.
Sauber in der Buchhaltung
Der Zuschlag ist eine vollwertige Summenzeile Ihres Shops. Sie hat einen eigenen Namen, den Sie über „Texte ändern“ frei anpassen können, sie hat eine einstellbare Position in der Summenaufstellung, und sie kennt eine eigene Steuerklasse. Belegen Sie sie mit Ihrem Regelsteuersatz, wandert der Steueranteil korrekt in den Steuerausweis der Bestellung und auf Ihre Belege – so, wie es Ihr Steuerberater erwartet. Auch die Kundengruppen bestimmen Sie selbst: Endkunden ja, Händler mit anderen Zahlungswegen nein.
Für wen sich das Modul lohnt
Gedacht ist es für jeden Shop, der über die Landesgrenze hinaus verkauft und PayPal anbietet – besonders dann, wenn die durchschnittlichen Warenkörbe größer sind. Bei einem Warenkorb von 300 Euro und einem Auslandssatz von viereinhalb Prozent reden wir über mehr als dreizehn Euro je Bestellung. Zwanzig solcher Bestellungen im Monat, und das Modul hat sich im ersten Monat bezahlt gemacht.
Häufige Fragen
Zahlen auch meine Inlandskunden den Zuschlag?
Nur wenn Sie das wollen. Maßgeblich ist das Land der Rechnungsanschrift, und Sie entscheiden über die Staffeln und die Standard-Gebühr, welche Länder überhaupt einen Zuschlag tragen.
Gilt der Zuschlag auch bei Rechnung oder Vorkasse?
Nein. Das Modul prüft die gewählte Zahlungsweise und wird ausschließlich bei PayPal aktiv – sowohl bei der direkten Anbindung als auch bei PayPal über den Gambio Hub.
Kann ich den Zuschlag anders nennen?
Ja. Die Summenzeile heißt im Auslieferungszustand „Auslandszahlungsabwicklung“ und lässt sich über die Shopfunktion „Texte ändern“ frei umbenennen, etwa in „Zahlungsabwicklung“ oder „Bearbeitungsgebühr“.
Stimmt der Zuschlag exakt mit der PayPal-Abrechnung überein?
Nicht auf den Cent. PayPal berechnet seine Gebühr auf den tatsächlichen Zahlbetrag, und der enthält den Zuschlag bereits. Diese Differenz lässt sich technisch nicht vermeiden; wer sie ausgleichen möchte, setzt den Prozentsatz geringfügig höher an. Das Handbuch rechnet das an einem Beispiel vor.
Wird der Zuschlag versteuert?
Sie legen eine Steuerklasse für die Summenzeile fest. Voreingestellt ist „keine“, damit sich bei einem Update nichts ungefragt ändert; welcher Satz für Sie richtig ist, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.
Wird der Zuschlag auf die Versandkosten mitberechnet?
Das bestimmen Sie über die Position der Summenzeile in der Aufstellung. In der Voreinstellung steht sie hinter den Versandkosten, diese fließen also mit ein – genau wie bei PayPal selbst.
Was passiert, wenn ein Kunde aus einem Land bestellt, für das ich keine Staffel angelegt habe?
Dann greift die Standard-Gebühr. Setzen Sie diese auf null, wenn in einem solchen Fall nichts berechnet werden soll.