Versand nach Postleitzahl
Eine Pauschale für ganz Deutschland ist bequem – und teuer. Denn die Zustellung ist nicht überall gleich teuer: Die Insel kostet einen Zuschlag, der Nahbereich um Ihr Lager fährt sich fast von allein, und die abgelegene Region schlägt Ihnen die Spedition gesondert in Rechnung. Wer das mit einem einzigen Betrag abbildet, subventioniert die teuren Sendungen mit den günstigen und verschreckt genau die Kundschaft, die vor der Tür wohnt.
Dieses Modul ergänzt Ihren Shop um eine Versandart, die die Postleitzahl der Lieferadresse zur Grundlage der Berechnung macht. Sie hinterlegen bis zu 20 Versanddefinitionen, jede mit eigenem Land, eigenen Postleitzahlen und eigener Kostenstaffel. Was der Kunde im Bestellablauf sieht, ist der Preis für genau sein Gebiet – benannt mit seiner Postleitzahl, damit gar nicht erst die Frage aufkommt, wie der Betrag zustande kommt.
Postleitzahlen so hinterlegen, wie Sie denken
Einzelne Postleitzahlen, ganze Bereiche und Anfangsangaben lassen sich frei mischen. 26757 für einen einzelnen Ort, 44135-44894 für ein zusammenhängendes Gebiet, 44* für alles, was mit 44 beginnt – ein einziges Zeichen ersetzt hundert Einträge. Die Blöcke werden von oben nach unten geprüft, der erste Treffer gewinnt. So stellen Sie den engen Sonderfall einfach vor das weite Gebiet und haben den Inselzuschlag in einer Zeile erledigt.
Staffeln nach Gewicht oder nach Warenwert
Innerhalb jeder Definition legen Sie beliebig viele Staffeln an, im Format BISWERT:PORTO. Ob der BISWERT ein Gewicht in Kilogramm oder eine Warensumme ist, entscheiden Sie einmal zentral. 25:5.50,50:8.50,100:14.90 heißt: bis 25 kostet der Versand 5,50, darüber bis 50 dann 8,50, darüber bis 100 dann 14,90. Punkt oder Komma als Dezimaltrennzeichen, die Reihenfolge der Staffeln beliebig – das Modul sortiert selbst.
Rechnen Sie nach Gewicht und hat Ihr Shop ein maximales Paketgewicht hinterlegt, kann das Modul den Tarif mit der Paketanzahl vervielfachen. Aus 78 Kilogramm Ware werden dann zwei Pakete und damit der doppelte Satz – genau so, wie Ihr Dienstleister es Ihnen berechnet.
Prüft Ihre Einrichtung, bevor der Kunde sie prüft
Postleitzahlbereiche und Tariftabellen sind Fleißarbeit, und in Fleißarbeit passieren Fehler. Deshalb erstellt das Modul bei jedem Aufruf seiner Setupseite einen Prüfbericht: verdrehte Bereiche, in denen der größere Wert vorn steht; Ländercodes, die es nicht gibt; Definitionen, bei denen die Kosten fehlen; Tariftabellen, die nicht dem erwarteten Format entsprechen. Auch die Einstellungen der Versandart selbst sieht sich der Bericht an – ist sie überhaupt aktiviert, ist Preis oder Gewicht ausgewählt, ist eine Steuerklasse gesetzt, sodass Nettobeträge einzutragen sind. Was der Bericht meldet, hätte sonst irgendwann ein Kunde gemeldet.
Ein Preis, der in der Bestellung nachvollziehbar bleibt
Die Versandart erscheint nicht als anonyme „Versandkosten“, sondern mit der erkannten Postleitzahl im Namen – im Bestellablauf, in der Zusammenfassung, in der Bestellung und in Ihren Belegen. Auch Wochen später ist damit sichtbar, auf welcher Grundlage gerechnet wurde. Für die Fehlersuche im Einzelfall lässt sich ein ausführliches Protokoll zuschalten, das für jede Berechnung festhält, welche Postleitzahl ankam und welche Definition gegriffen hat.
Häufige Fragen
Ersetzt das Modul meine bisherigen Versandarten?
Nein. Es tritt als zusätzliche Versandart neben die vorhandenen. Sie können den PLZ-Versand für Sperrgut nutzen und den Standardversand für alles Übrige weiterlaufen lassen.
Was passiert, wenn eine Postleitzahl in keiner Definition steht?
Dann wird für dieses Gebiet kein Preis ermittelt und der Kunde bekommt einen entsprechenden Hinweis. Wollen Sie das vermeiden, legen Sie eine Auffangdefinition mit Anfangsangaben an, die jede Postleitzahl des Landes einschließt.
Funktioniert das auch außerhalb Deutschlands?
Ja. Jede Definition trägt ihren eigenen Ländercode, mehrere Länder je Definition sind möglich. Numerische Postleitzahlsysteme wie in Österreich, der Schweiz oder Frankreich lassen sich vollständig abbilden, einschließlich Bereichen.
Sind die Beträge brutto oder netto einzutragen?
Das entscheiden Sie über die Steuerklasse der Versandart. Ohne Steuerklasse tragen Sie die Beträge ein, die der Kunde sehen soll; mit Steuerklasse die Nettobeträge, den Rest rechnet der Shop.
Lässt sich der Versand auf bestimmte Länder begrenzen?
Ja, über das Feld für die erlaubten Zonen im Setup der Versandart. Danach wird die Versandart in allen übrigen Ländern gar nicht mehr angeboten.
Kann ich die Texte anpassen?
Selbstverständlich. Alle Modultexte ändern Sie über die Shopfunktion „Texte ändern“ in Ihrer eigenen Ansprache und in jeder Sprache Ihres Shops.