Ihr angemeldeter Kunde hat es gut. Sein Warenkorb und sein Merkzettel liegen in seinem Kundenkonto und sind beim nächsten Besuch wieder da. Ihr Besucher ohne Konto hat das nicht: Sein Warenkorb lebt nur so lange wie seine Sitzung, und die räumt der Server bereits nach rund 24 Minuten Untätigkeit ab. Wer zwischendurch telefoniert, Besuch bekommt oder den Einkauf lieber am Abend abschließen möchte, findet einen leeren Warenkorb vor und geht meistens einfach woanders hin. Das ist kein Randfall, denn die große Mehrheit Ihrer Besucher kauft ohne Kundenkonto ein – und genau bei diesen Menschen verlieren Sie heute Umsatz, den Sie bereits gewonnen hatten.
Zwei Hebel statt einer Notlösung
Das Modul setzt an zwei Stellen an. Zuerst hält es die Sitzung offen, solange Ihr Shop im Browser tatsächlich sichtbar ist. Wer das Fenster stehen lässt und eine Stunde später weiterklickt, hat seinen Warenkorb noch. Dabei wird nichts gespeichert und nichts auf dem Gerät Ihres Besuchers abgelegt, es braucht dafür also keinerlei Einwilligung, und es wirkt für wirklich jeden Besucher. Das ist der einfachste und zugleich wirksamste Teil des Moduls, und er kostet Sie nichts als einen Haken im Setup.
Darüber hinaus bietet der Shop an, den Warenkorb wirklich aufzubewahren. Legt jemand etwas hinein, fragt eine ruhige, freundliche Einblendung, ob der Einkauf für später gesichert werden soll. Sagt Ihr Besucher ja, wird sein Warenkorb hinterlegt – auf Wunsch samt Merkzettel, denn der hat dasselbe Problem und wird unter derselben Nummer mitgeführt. Als Beleg bekommt er eine kurze Nummer, die er sich notieren oder abfotografieren kann.
Auch auf einem anderen Gerät
Hier unterscheidet sich das Modul deutlich von einfacheren Lösungen, die allein auf ein Cookie oder den lokalen Browserspeicher setzen. Solche Ansätze enden am Gerät: Wer mittags am Telefon stöbert und abends am Rechner kaufen möchte, fängt dort wieder bei null an. Unser Modul kennt drei Rückwege. Auf demselben Gerät erkennt der Shop den Besucher von selbst wieder und bietet ihm seinen Warenkorb an, ohne dass er etwas tun müsste. Auf einem anderen Gerät gibt er seine zwölfstellige Nummer ein, die bewusst ohne verwechselbare Zeichen auskommt – kein O neben einer Null, kein I neben einer Eins. Und wer möchte, lässt sich beim Sichern zusätzlich einen Wiederherstellungslink per E-Mail schicken; das ist der einzige Weg, der einen Gerätewechsel wirklich zuverlässig übersteht, weil sich der Besucher dann gar nichts merken muss.
Ehrlich beim Zurückholen
Zwischen dem Sichern und der Rückkehr vergehen Tage, und in dieser Zeit ändert sich Ihr Sortiment. Deshalb prüft der Shop beim Zurückholen jede einzelne Position: ob es den Artikel noch gibt, ob er sichtbar ist, ob die gewählte Ausführung noch existiert, ob die Menge bestellbar ist und ob sich der Preis geändert hat. Ihr Besucher sieht zunächst nur eine Vorschau dessen, was aufbewahrt wurde. Erst auf seinen ausdrücklichen Klick wandern die Artikel in den Warenkorb, und danach bekommt er eine ehrliche Auskunft darüber, was übernommen wurde und was nicht. Das ist erheblich angenehmer, als wenn er die Abweichung erst an der Kasse entdeckt.
Erinnerung mit dem nötigen Ernst
Wer möchte, kann sich außerdem an einen liegengebliebenen Warenkorb erinnern lassen. Diese Nachricht behandelt das Modul mit der gebotenen Sorgfalt, denn rechtlich ist sie Werbung: Sie setzt eine eigene, getrennte Einwilligung voraus, die der Empfänger zuvor per E-Mail bestätigt haben muss. Erst nach diesem doppelten Opt-in wird überhaupt etwas versandt, höchstens so oft wie von Ihnen eingestellt, nur innerhalb eines Zeitfensters, das Sie festlegen, und niemals für einen Warenkorb, der inzwischen bestellt wurde. Jede Nachricht trägt einen Abmeldelink, und das Modul hält fest, wann und mit welchem Wortlaut zugestimmt wurde. Voreingestellt ist diese Funktion ausgeschaltet – Sie entscheiden, ob Sie sie nutzen möchten.
Datenschutz ist kein nachträglicher Anbau
Ohne ausdrückliche Zustimmung wird nichts gespeichert und nichts auf dem Gerät abgelegt. Der Zustimmungssatz benennt beides offen: die Kennung auf dem Gerät und die Ablage des Warenkorbinhalts auf Ihrem Server, dazu die Aufbewahrungsdauer und den Weg zum Löschen. Auf dem Gerät liegt ausschließlich eine zufällige Kennung, niemals Angaben zum Einkauf. Die E-Mail-Adresse ist freiwillig, wird nur für den Wiederherstellungslink benutzt und niemals für Werbung. Jeder Besucher kann seinen aufbewahrten Warenkorb selbst einsehen und vollständig löschen lassen, ohne sich an Sie wenden zu müssen, und nach Ablauf der eingestellten Frist räumt ein Cronjob ohnehin selbsttätig auf. Setzen Sie das Cookie-Consent-Panel Ihres Shops ein, können Sie die Einwilligung dorthin verlagern: Das Modul legt den passenden Zweck in der Kategorie „funktional“ selbst an und speichert dann still für alle, die zugestimmt haben – Ihre Besucher bekommen gar kein zusätzliches Fenster mehr zu sehen.
Was Sie im Adminbereich sehen
Sie sehen auf einen Blick, wie viele Warenkörbe derzeit aufbewahrt werden und welchen Wert sie haben, wie oft sie zurückgeholt wurden und wie viele davon zu einer Bestellung geführt haben. Die Zustimmungsquote verrät Ihnen, wie gut Ihre Ansprache ankommt. In der Liste suchen Sie nach einer Nummer oder einer E-Mail-Adresse, sehen in jeden Warenkorb hinein und löschen einzelne Datensätze, wenn ein Besucher das verlangt. Sämtliche Texte – von der ersten Frage bis zur letzten Zeile der E-Mail – passen Sie über die Shopfunktion „Texte ändern“ an Ihre eigene Ansprache an, in Deutsch und in Englisch.
Für wen sich das lohnt
Gedacht ist das Modul für jeden Shop, in dem ein spürbarer Teil des Umsatzes ohne Kundenkonto entsteht, also für die allermeisten. Besonders lohnend wird es bei größeren Warenkörben, bei Sortimenten mit längerer Kaufentscheidung und überall dort, wo Besucher gern erst einmal in Ruhe zusammenstellen und später bestellen: Baumarkt und Werkstatt, Möbel, Sportausrüstung, Bastelbedarf, Ersatzteile und B2B-Sortimente mit langen Bestelllisten.
Jeder verfallene Warenkorb ist ein Kunde, der sich bereits entschieden hatte. Geben Sie ihm die Möglichkeit, dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat – auch ohne Kundenkonto.
Häufige Fragen
Müssen sich meine Besucher registrieren?
Nein, genau darum geht es. Das Modul arbeitet ausschließlich für Besucher ohne Kundenkonto; angemeldete Kunden versorgt Ihr Shop bereits selbst.
Wird ohne Zustimmung etwas gespeichert?
Nein. Wer ablehnt, hinterlässt keine Spur und wird für die von Ihnen eingestellte Ruhezeit nicht erneut gefragt.
Kann jemand einen fremden Warenkorb einsehen?
Die Nummer ist zwölfstellig und damit nicht zu erraten; zusätzlich begrenzt der Shop die Fehlversuche je Anschluss und Stunde.
Ist ein Cookie nicht schlechter als der lokale Browserspeicher?
Rechtlich macht das keinen Unterschied, denn maßgeblich ist das Speichern von Informationen auf dem Endgerät, unabhängig von der Technik. Für dieses Modul ist das Cookie sogar die bessere Wahl: Es ist als HttpOnly gesetzt und damit für Skripte im Browser unlesbar, und Ihr Shop braucht die Kennung bei jedem Seitenaufruf, um den aufbewahrten Warenkorb aktuell zu halten.
Wird ein bereits gefüllter Warenkorb überschrieben?
Nur wenn Sie das so einstellen. Voreingestellt ist das Zusammenführen, und wiederhergestellt wird ohnehin erst nach ausdrücklicher Bestätigung.
Was passiert mit den Daten nach Ablauf der Frist?
Ein Cronjob löscht abgelaufene Warenkörbe samt Inhalt. Die Frist stellen Sie selbst ein, voreingestellt sind 30 Tage.
Funktioniert das mit meinem Cookie-Consent-Tool?
Ja. Auf Wunsch legt das Modul dort selbst einen Zweck an und richtet sich allein nach der Entscheidung Ihres Besuchers im Consent-Panel.
Brauche ich einen Cronjob?
Für das Aufräumen ja, und für die Erinnerungsmail ebenfalls. Beide Einträge finden Sie nach der Installation in der Cronjob-Verwaltung Ihres Shops.
Häufige Fragen
- Funktioniert das Modul auch für Besucher mit Kundenkonto?
- Das Modul richtet sich ausschließlich an Besucher ohne Kundenkonto, da angemeldete Kunden ihren Warenkorb bereits über ihr Konto gespeichert bekommen.
- Kann ich den Warenkorb auch auf einem anderen Gerät wiederherstellen?
- Ja, dafür gibt es drei Wege: automatische Wiedererkennung auf demselben Gerät, Eingabe einer zwölfstelligen Nummer oder ein Wiederherstellungslink per E-Mail, der auch einen Gerätewechsel zuverlässig übersteht.
- Was passiert, wenn sich Preise oder Verfügbarkeit seit dem Sichern geändert haben?
- Der Shop prüft beim Zurückholen jede Position auf Verfügbarkeit, Sichtbarkeit, Ausführung, Menge und Preis und zeigt zunächst nur eine Vorschau. Erst nach ausdrücklicher Bestätigung wandern die Artikel in den Warenkorb, danach erhält der Besucher eine ehrliche Auskunft über Übernommenes und Abweichungen.
- Ist für die Erinnerungs-E-Mail eine gesonderte Einwilligung nötig?
- Ja, da es sich rechtlich um Werbung handelt, ist ein separates Double-Opt-in per E-Mail erforderlich. Ohne diese Bestätigung wird keine Erinnerung verschickt, und die Funktion ist standardmäßig deaktiviert.
- Muss ich für die Texte der Einblendungen und E-Mails etwas programmieren?
- Nein, alle Texte lassen sich über die Shopfunktion Texte ändern in Deutsch und Englisch anpassen, ohne Eingriff in den Code.
- Wird ein bestehender Warenkorb beim Wiederherstellen überschrieben?
- Nur wenn Sie das so einstellen, denn voreingestellt ist das Zusammenführen und die Übernahme erfolgt ohnehin erst nach ausdrücklicher Bestätigung des Besuchers.